Schulstreik gegen die Wehrpflicht am
25. September
Nachfolgend findet ihr hier u.a. einen Kurzbericht vom Schulstreik am 25.09.2026, die in diesem Zusammenhang vom Schulstreikbündnis veröffentliche Pressemitteilung, einen Aufuf für diese Aktionen, wie er von Aktiven aus dem ‚Aktionsbündnis 3. Oktober‘ verfasst wurde und einen zusammenfassenden Bericht von der Schulstreikkonferenz, wie sie Mitte Juli in Essen stattgefunden hatte. Darüber hinaus eine Pressemitteilung der Schulstreikkomitees anlässlich der Aktionen zum Antikriegstag.
Bericht: 45.000 gegen verpflichtende Musterungen und Wehrpflicht!
Am 25. September haben erneut mehr als 45.000 Schüler:innen in über 100 Städten die Schule bestreikt. Eine Woche vorher hatte das Verteidigungsministerium bekannt gegeben, dass seit Juli schon gemustert wird – und zwar auch schon über 1.000 Männer, die angegeben hatten, kein Interesse an der Wehrpflicht zu haben.
Golo Kirsch, ein 18-jähriger Schüler aus Kiel, erklärt dazu: „Wir wurden verarscht! Uns wurde erzählt es ginge um Freiwilligkeit, die Musterungen kämen 2027. Aber nun hatte ich schon ein Jahr vorher eine Ladung im Briefkasten, und die Bundeswehr sagt die Pflicht gilt schon jetzt. Wir werden uns heute aber nicht zur Musterung zwingen lassen, und morgen erst recht nicht in die Kaserne. Wir werden nicht 180 Tage unseres Lebens aufgeben, wir werden kein Kanonenfutter sein.“
Die Schüler:innen haben sich von Schuleinsperrungen wie in Bonn und Regensburg, Personalienaufnahmen wie in Karlsruhe und Berlin, und Anzeigen wie in Münster nicht einschüchtern lassen. Sie haben das vierte Mal in Folge gestreikt und mobilisieren zum 2. und 3. Oktober nach Berlin und Stuttgart. Aktuell werden in ganz Deutschland Treffen und Unterrichtsstunden gegen die verpflichtenden Musterungen organisiert (Material siehe schulstreikgegenwehrpflicht.com). Sie erklären: „Wir sind die Generation Widerstand, die weiter gegen die Wehrpflicht streikt, bis sie vom Tisch ist!“
Pressemitteilung. Erneut streiken über 45.000 Schüler:innen gegen Zwangsmusterung und Wehrpflicht!
Die nachfolgende Pressemitteilung des Bündnisses ‚Schulstreik gegen Wehrpflicht‘ wurde am 25.09.2026 veröffentlicht.
Heute, am 25. September 2026, haben über 45.000 Schüler:innen erneut in über 100 Städten die Schule bestreikt.
Der Streik richtete sich gegen den Beginn der Zwangsmusterungen. Am 18. September gab das Verteidigungsministerium bekannt, dass seit Juli 18-jährige Männer gemustert werden. Darunter auch über 1.000, die auf dem Fragebogen der Bundeswehr 0 von 10 beim Interesse an einem Wehrdienst angegeben haben. Die Verpflichtung für Musterungen gilt schon jetzt, obwohl eine Verpflichtung erst ab Juli 2027 angekündigt wurde. Die Schüler:innen fordern einen Stopp der Zwangsmusterungen, eine Rücknahme des Wehrdienstmodernisierungsgesetzes und einen Stopp der schrittweisen Wiedereinführung der Wehrpflicht. Laut Verteidigungsministerium haben 2/3 aller Männer im zweiten Quartal beim verpflichtenden Fragebogen angegeben, kein Interesse an der Bundeswehr zu haben.
Golo Kirsch, ein 18-jähriger Schüler aus Kiel, erklärt dazu: „Wir wurden verarscht! Uns wurde erzählt es ginge um Freiwilligkeit, die Musterungen kämen 2027. Aber nun hatte ich schon ein Jahr vorher eine Ladung im Briefkasten, und die Bundeswehr sagt die Pflicht gilt schon jetzt. Wir werden uns heute aber nicht zur Musterung zwingen lassen, und morgen erst recht nicht in die Kaserne. Wir werden nicht 180 Tage unseres Lebens aufgeben, wir werden kein Kanonenfutter sein. Wir sind die Generation Widerstand, die weiter gegen die Wehrpflicht streikt, bis sie vom Tisch ist!“
In Hamburg fand zeitgleich zum Streik die Bundeswehrübung „Red Storm Charlie“ statt. Mit dem Einsatz von Hubschraubern und Fahrzeugen sowie der Einbeziehung zivilgesellschaftlicher Institutionen wurde in der Innenstadt Krieg geprobt. Franca Rochetti, eine 18-jährige Schülerin aus Hamburg, erklärt dazu: „Wir sehen in Hamburg heute, wofür Musterungen und bald der Wehrdienst verpflichtend kommen sollen. Kampfhubschrauber fliegen über unsere Stadt, Krankenhäuser bereiten sich auf die Versorgung Verwunderter vor. Die Bundeswehr probt mit Red Storm Charlie außerdem gegen Streiks wie unsere vorzugehen. Es geht nicht um Verteidigung, sondern um Krieg – oder wie Merz sagt um „Großmachtpolitik“. Das werden wir aber nicht mit uns machen lassen. Wir haben mit den Jugendlichen aus anderen Ländern, auf die wir schießen sollen, mehr gemeinsam als mit allen denen, die uns zur Bundeswehr zwingen wollen!“
In Bonn wurden Schüler:innen im Schulgebäude eingesperrt, ähnliche Vorfälle gab es in vielen weiteren Städten. In Karlsruhe wurden die Personalien von streikenden Schüler:innen aufgenommen. „Wir standen mit Megaphon vor der Schule und haben den Schulstreik angekündigt, dann wurde von einem Lehrer, der uns auch gefilmt hat, direkt die Polizei gerufen. Die Polizei hat dann Personalien aufgenommen und uns weitere Konsequenzen angedroht, wenn wir das Megaphon weiter benutzen.“ berichtet Linnea, 15, Schülerin aus Karlsruhe. Salome, 17, ebenfalls Schülerin führt weiter aus: „Regierung und Bundeswehr erzählen uns, dass sie auch dafür kämpfen, dass wir gegen sie sein dürfen. Das hört aber auf, wenn sich dieser Widerstand organisiert. Deshalb probt das Militär in Hamburg gegen Streiks vorzugehen, deshalb wollten man uns in Karlsruhe einschüchtern. Wir lassen uns davon aber nicht aufhalten und werden noch lauter!“
Die Schulstreiks werden von den Verantwortlichen als großer Erfolg ausgewertet. Sie erhalten breite Unterstützung von Eltern, Lehrer:innen, Gewerkschaften und Initiativen, darunter die GEW in Thüringen, Bremen, Hessen und Bayern und die ver.di-Jugend. Die Landesschüler:innenvertretungen NRW und Rheinland-Pfalz riefen zum Streik auf.
Als nächstes plant die Bewegung sich breit an den Sozialprotesten des DGB am 26.09. zu beteiligen. Am 02.10. von 16 bis 22 Uhr folgt eine Konzertkundgebung vor dem Brandenburger Tor, u.A. mit K.I.Z. Am 03.10. wird eine symbolische Aktion vor dem Karrierecenter der Bundeswehr in Berlin durchgeführt mit anschließender Teilnahme an den zentralen Demonstrationen der Friedensbewegung in Berlin und Stuttgart, inklusive Straßenfest in Berlin.




Aufruf: Am 25. September auf die Straße: Nein zur Wehrpflicht!
Der nachfolgende Aufruf wurde von Aktiven aus dem „Aktionsbündnis 3. Oktober 2026“ verfasst.
Fiete, 18 Jahre alt, aus Kiel hat eine „Ladung zur Teilnahme an Assessment und Musterung“ bekommen – obwohl er im Fragebogen der Bundeswehr angegeben hat, dass er kein Interesse am Wehrdienst hat. Denn die Musterungen haben in Schleswig-Holstein bereits begonnen.
Nachdem Fiete vier Stunden im Karrierecenter der Bundeswehr verbracht hat und sich die Hoden hat abtasten lassen, entscheidet er sich, damit nicht allein zu bleiben. Er geht zum Schulstreikkomitee Kiel und berichtet von seinen Erfahrungen. Jetzt ist er einer von tausenden Schülerinnen und Schüler, die gerade den vierten Schulstreik gegen die Wehrpflicht vorbereiten.
Musterungen in Schleswig-Holstein – jetzt erst recht!
Der Schulstreik am 25. September ist der erste Streiktag im neuen Schuljahr. Nach den Sommerferien werden die Schulstreikkomitees gerade wieder aktiv. Die Wut über die Musterungen in Schleswig-Holstein ist groß. Denn eigentlich hätten die erst im nächsten Jahr losgehen sollen. Golo aus Kiel meint: „Wir hatten plötzlich alle einen Brief mit Musterungseinladung im Briefkasten. Ob das freiwillig oder verpflichtend ist war unklar. Einer ist hingegangen und wurde 4 Stunden untersucht – inklusive Abtasten der Hoden und Fragen dazu, ob er auf andere Menschen schießen würde. Das ist doch verrückt, die wollen uns echt in den Schützengraben zwingen.“ Dass die Musterungen noch nicht verpflichtend sind, erfuhr man erst auf telefonische Nachfrage bei der Bundeswehr. Deshalb wollen die Schülerinnen und Schüler nun erst recht auf die Straße gehen.
Nein zur Wehrpflicht und Red Storm Charlie!
Der Schulstreik findet in der Woche des Weltfriedenstags und parallel zur Militärübung Red Storm Charlie statt. Das hat die Schulstreikbewegung auf ihrer letzten bundesweiten Konferenz am 18./19. Juli in Essen entschieden. Denn wie auch die Wehrpflicht soll auch mit Red Storm Charlie ein Teil der Kriegsvorbereitung sein. Ein Krieg, zu dem wir in der Kaserne zu militärischem Drill erzogen werden sollen. Ein Krieg, in dem wir nichts zu gewinnen, aber alles zu verlieren haben. Ein Krieg, in dem wir auf Menschen aus anderen Ländern schießen sollen, die genauso wie wir eine Zukunft wollen. Ein Krieg, in denen es um die Profite von Konzernen wie Rheinmetall und VW geht.
Gemeinsam mit den Schüler:innen auf die Straße!
Damit sind die Jugendlichen all denen lästig, die den Krieg gerade vorbereiten. Deshalb wurde beim letzten Schulstreik gegen die „Verfassungsfeinde“ gehetzt, Schüler:innen bekamen schlechte Noten, wurden zum Schulleiter vorgeladen oder sogar in Schulen eingesperrt. Es gab zahlreiche Anzeigen für die Parole „Merz leck Eier“ und das Wort „Mehrzweckeier“ wurde von der Abstimmung für das Jugendwort des Jahres ausgeschlossen (die BUNDjugend führt deshalb bis zum 9.10. eine alternative Abstimmung durch: bundjugend.de/bundesjugendwort/). Die Schüler:innen, die wie Fiete und Golo trotzdem streiken, beweisen großen Mut. Deshalb brauchen sie die Unterstützung von Eltern, Lehrer:innen, von der Friedensbewegung, zum Beispiel …
- durch Entschuldigungen der Eltern und Diskussionen mit anderen Eltern.
- durch gemeinsame Schulausflüge zum Schulstreik durch Lehrer:innen oder die Thematisierung der Streiks im Unterricht.
- durch die Unterstützung bei der Anmeldung von Demos und gegen Repressionen.
Am 25. September auf die Straße: Nein zur Wehrpflicht!
Infos über die Streiks hier:
https://schulstreikgegenwehrpflicht.com
und auf den Instagram-Seiten der lokalen Komitees.
Pressemitteilung der Schulstreikkomitees zum Antikriegstag
In Kiel und Flensburg erhalten 18-Jährige seit Juli Ladungen zu Musterungen. Das betrifft auch Männer, die auf dem verpflichtenden Erfassungsbogen kein Interesse an der Bundeswehr angegeben haben.
„300.000 wurden angeschrieben und nur 530 haben sich zum Wehrdienst gemeldet. Weil wir offensichtlich darauf keinen Bock haben, kommen sie jetzt schon mit den Musterungen, ab nächsten Jahr dann als Pflicht. Die Bundesregierung tut alles, um die stärkste Armee Europas zu schaffen und einen Krieg vorzubereiten. Dafür wird Schritt für Schritt die Wehrpflicht eingeführt. Aber wir werden am 25.09. weiter dagegen streiken.“
Hier könnt ihr die Pressemitteilung weiterlesen:
Pressemitteilung der Schulstreikkomitees zum Antikriegstag
Bericht von der letzten Schulstreikkonferenz
Hintergrund: Der am 25. September stattfindende Schulstreik basiert auf einen Beschluss der dritten bundesweiten Schulstreikkonferenz, die am 18. und 19. Juli in Essen stattfand. Auf dieser Konferenz wurden zudem weitgehende Beschlüsse und Statements zur antimilitaristischen Arbeit verfasst. Ein volles Programm.
In Veröffentlichungen von dieser Konferenz hieß es:
Seit Januar werden »Wehrdienst-Erfassungsbögen“ an alle 18-Jährigen verschickt, nächstes Jahr sollen die Musterungen beginnen. Die Bundesregierung droht mit der Wehrpflicht, wenn ihnen die Zahlen derjenigen, die sich freiwillig melden, nicht reichen.
DOCH WIR WOLLEN NICHT ZUR WEHRPFLICHT GEZWUNGEN WERDEN UND NICHT IN DEN KRIEG ZIEHEN.
Das zeigen die 99,82% der JUGENDLICHEN, die trotz Fragebogen NICHT ZUM WEHRDIENSTWOLLEN – 28% der Männer haben ihn sogar ignoriert, obwohl ihnen Buẞgelder drohen. Das zeigen die DREI SCHULSTREIKS GEGEN WEHRPFLICHT mit rund 50.000 TEILNEHMER:INNEN und das zeigen die AKTIONEN GEGEN DEN VETERANENTAG in ganz Deutschland.
- DENN WIR WOLLEN KEINE VERPFLICHTENDEN FRAGEBÖGEN, Buẞgelder, Musterungen, keine Schaffung von Musterungszentren im ganzen Land und keine geplante Eingliederung des Bundesfreiwilligendienstes in den Kriegsdienst. Sie sind Mittel, um die Wiedereinführung der Wehrpflicht und so einen weiteren von Deutschland ausgehenden Krieg vorzubereiten.
- DENN WIR WOLLEN NICHT 180 TAGE UNSERES LEBENS AUFGEBEN, um in einer Kaserne zu Drill und Gehorsam erzogen zu werden. Durch Jugendoffiziere an Schulen, Werbung und indem man uns mit mehr als 2000€ im Monat und einem kostenlosen Führerschein lockt, soll die Bundeswehr normalisiert werden. Sie verkaufen uns den Kriegsdienst als ,,Abenteuer, während wir wissen, dass uns Zwang, Erniedrigung, Sexismus, Rechtsextremismus und Rassismus erwarten. Nach der Wehrpflicht bleiben wir unser Leben lang Reservist:innen, können Jahrzehnte zu Kriegsübungen und zum Krieg gezwungen werden.
- DENN WIR WOLLEN NICHT IN EINEN KRIEG ZIEHEN, in dem wir auf junge Menschen aus anderen Ländern schieẞen sollen, die genauso wie wir nicht in den Krieg ziehen wollen, die genauso wie wir Ängste und Hoffnungen haben und eine Zukunft wollen, die genauso wie wir von diesem Krieg nichts zu gewinnen und alles zu verlieren haben. Mit einer Wehrpflicht sollen wir als Kanonenfutter ausgebildet, in die Schützengräben gezwungen werden. Krieg kostet uns das Leben, während Konzerne wie Rheinmetall Rekordprofite machen.
- DENN WIR WOLLEN NICHT ZUR WAFFE GEZWUNGEN WERDEN, damit Deutschland ,erneut die führende Militärmacht Europas“ (Brandter, Bündnis 90 / Die Grünen) und die Bundeswehr ,,zur stärksten konventionellen Armee Europas“ wird (Merz, CDU und Pistorius, SPD). Wofür diese Führungsmacht steht, sehen wir, wenn die deutsche Regierung Waffen an Israel liefert und sich zum Mittäter an der Vernichtung und Vertreibung des palästinensischen Volkes macht, wenn sie zu illegalen Angriffskriegen wie dem gegen den Iran schweigt oder sie unterstützt. Die Bundeswehr steht für die Sicherung und Erkämpfung von Handelsrouten und Einflusssphären, statt für die Interessen der breiten Bevölkerung.
- DENN WIR MERKEN DIE KRIEGSVORBEREITUNG JETZT SCHON, wenn Milliarden über Milliarden in die Aufrüstung gesteckt werden, während unsere Schulen und Unis kaputtgespart werden, unsere Löhne sinken und in der Gesundheit und im sozialen Bereich immer mehr gekürzt wird. Jeden Panzer, jede Rakete bezahlen wir mit kaputten Schulen und Sozialkürzungen. Wir lernen in heruntergekommenen Gebäuden, mit veraltetem Material und von überlasteten Lehrkräften. Auch nach der Schule gibt es kaum noch eine sichere Perspektive. Kaum ein Betrieb bildet mehr aus oder übernimmt Azubis. Es erwarten uns zu niedrige Löhne bei steigenden Lebenshaltungskosten und Massenentlassungen. Auch studieren wird immer mehr zum Luxus. Zudem erwartet uns zukünftig nicht einmal eine Rente oder Schutz im Falle von Krankheit oder Arbeitslosigkeit. All dies nutzt die Bundesregierung, indem sie die Bundeswehr als einzige Alternative für heutige Jugendliche bietet. Nicht nur die Wehrpflicht zwingt viele von uns an die Waffe, sondern auch die steigende Perspektivlosigkeit
- DENN WIR WEHREN UNS ZUSÄTZLICH GEGEN JEDE FORM VON ZWANGSDIENSTEN die entweder als scheinheiliger ,,Ersatz“ zur Wehrpflicht präsentiert werden oder im Sinne des Grundgesetz Artikel 12a im „Verteidigungsfall“ eingefordert werden können. Hier richten wir uns auch gezielt gegen den Sanitäts- und Lazarettdienst, der von Frauen im Kriegsfall ausdrücklich gefordert werden kann.
- DENN UNSERE STREIKS&AKTIONEN KÖNNEN ETWAS BEWEGEN
Die Schulstreiks gegen Wehrpflicht sind heute nicht mehr wegzudenken. Das sehen wir, wenn die Kriegsdienstverweigerungszahlen jetzt nicht mehr veröffentlicht werden. Das sehen wir, wenn die Medien einfach nicht fassen können, dass wir uns selbst für unsere Interessen organisieren können und deswegen behaupten, wir seien unterwandert oder „linksextrem“! Wir sind Schüler:innen, die sich in einem breiten Bündnis gegen Wehrpflicht, Aufrüstung und Krieg engagieren. Teil dieses Bündnisses können alle sein, die es aufrichtig mit dem Kampf gegen die Wehrpflicht meinen. Es wird versucht uns mit Schuleinsperrungen während der Streiks, Verboten von Schulhofkundgebungen und Anzeigen wegen Demoparolen einzuschüchtern. Doch dadurch lassen wir uns nicht abhalten und antworten mit weiteren Aktionen und Streiks!
Damit werden wir in der Woche des Weltfriedenstags gemeinsam aktiv und streiken während der groẞ angelegten Militärübung Red Storm Charlie in Hamburg, die zur Kriegsvorbereitung dient.
An der Demonstration ,,Nein zu Hochrüstung, Wehrpflicht und Krieg! Für Frieden, demokratische Rechte und soziale Sicherheit!“ am 3.10 in Berlin und Stuttgart werden wir teilnehmen. Am 02.10. beteiligen wir uns an der Konzertkundgebung ,,Unzwingbar – Kein Bock auf Krieg und Wehrpflicht!“ in Berlin! Danach wollen wir am 04.10. beim Jugendkongress gegen Krieg in Berlin voneinander lernen und gemeinsam Perspektiven entwickeln.
Wir stören Bundeswehrauftritte und schaffen Schulen ohne Bundeswehr!
Dazu versuchen wir Umfragen Infoveranstaltungen und Unterschriftensammlungen durchzuführen, Beschlüsse durch Abstimmungen auf Schulhofkundgebungen, S(M)Ven, Schülerinnenvollversammlungen oder Schulkonferenzen zu fassen und uns den Jugendoffizieren bei Schulbesuchen in den Weg zu stellen. Damit wir das schaffen bauen wir an jeder Schule lokale Streikkomitees auf, in denen wir praktisch lernen uns dort zu organisieren, wo wir uns täglich aufhalten, um zusammen mit unseren Mitschülerinnen die Militarisierung zu verhindern Wir wollen mit jedem Streikkomitee mit mindestens einer dieser Aktionen aktiv werden.Den Kampf gegen die Kriegsvorbereitung mit den sozialen Kürzungen in Verbindung stellen! Deshalb beteiligen wir uns an den bundesweit stattfindenden Demonstrationen und Protestaktionen gegen die Sozialkürzungen.Zu unserem nächsten Streiktag laden wir darum Rednerinnen aus den Gewerkschaften des DGB ein und solidarisieren uns mit den bundesweit geplanten Aktionstagen gegen die Sozialkürzungen am 26.09.
Uns vernetzen und verbreitern! Unser Kampf geht alle was an – deshalb stärken wir den Austausch mit Studierenden Auszubildenden, Lehrerinnen, Eltern, Gewerkschaften und der Friedensbewegung und kommen zusammen in Aktion.
